Christbaumaktion - erfolgreich durchgeführt!

Am 3. Advent hat der Naturpark Ammergauer Alpen e. V. eine Christbaumaktion durchgeführt und viel mehr Menschen als gedacht sind gekommen, haben sich einen Baum ausgesucht, ihn selbst geschnitten und mit den Rangern des Naturparks über die Besonderheiten der Kulturlandschaft gesprochen.

„Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum….“

Die Nordmanntanne ist der beliebteste Christbaum der Deutschen. Um eine einwandfreie Tanne verkaufen zu können, muss jahrelang eine Monokultur gepflegt, z. T. mit Chemie behandelt und die Bäume dann transportiert werden. Und unsere heimischen Tannen werden in unseren Wäldern gebraucht.

Muss es eigentlich immer eine Tanne als Christbaum sein? Warum nicht mal eine regionale, ökologischere Variante zu Weihnachten?

Dazu muss man kurz erklären, welche Kulturlandschaftsräume im Naturpark Ammergauer Alpen vorkommen: es gibt die Wälder, die Wiesen und die Moore. Die größten ökologischen Herausforderungen unserer Zeit sind der Klimawandel und das weltweite Artensterben. Wenn Wälder naturnah bewirtschaftet werden, können sie dem Klimawandel etwas entgegensetzten. Wiesen, Moore und Weiden tragen allerdings nur etwas zum Klima- und Artenschutz bei, wenn sie nicht zu einem Wald zuwachsen. Die vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten der Wiesen und Weiden des Naturparks sind auf Pflege durch den Menschen angewiesen. Durch die Entbuschung von extensiv genutzten Magerwiesen und -weiden können Artenreichtum und Kulturerbe erhalten werden.

Wenn man sich also für eine Fichte als Christbaum entscheidet, die man selbst auf einer Wiese oder Weide schneiden darf, dann hat man viele ökologische Punkte gleichzeitig abgedeckt! Keine Monokultur, keine Chemie, keine Transporte und am Ende sogar wieder Licht und Platz für seltene Tier- und Pflanzenarten in unserer Kulturlandschaft.

Am 3. Advent hat der Naturpark Ammergauer Alpen e. V. eine Christbaumaktion durchgeführt. Jeder der einen Baum aus der Region haben mochte, konnte sich bei der Aktion seinen Christbaum selbst schneiden. Die Ranger des Naturparks waren vor Ort und haben alle Interessierten über die Besonderheiten der Kulturlandschaft aufgeklärt. Da war einiges los!