Entstehung eines Moores

Jedes Moor ist anfangs ein Niedermoor und beginnt damit, dass ein See verlandet. Der allmählich trockenfallende Flachwasserbereich wird von Schilf erobert. Steht das Wasser höher, so können sich auch Schwingrasen ausbilden, die vom Ufer her auf die Wasserfläche vorrücken.

Moor im Rochusfeld
Moor im Rochusfeld - © Ammergauer Alpen GmbH, UO

Einem Niedermoor steht das Wasser bis zum Hals: Das Grundwasser reicht bis in den Wurzelbereich seiner Pflanzendecke oder noch höher. Bäume vertragen diesen Überschuss von saurem, sauerstoffarmem Wasser nur schlecht, deshalb wächst auf Niedermooren kaum Wald.

Im Laufe der Zeit gedeihen in dieser nassen Umgebung die Torfmoose. Unten sterben sie ab, oben wachsen sie weiter, und so häuft sich im Laufe von Jahrhunderten und Jahrtausenden - Moore entwickeln sich sehr langsam! - viel abgestorbene Pflanzenmasse an. Daraus entsteht Torf.

Das Moor wölbt sich nun immer höher über seine Umgebung, bis letzten Endes der Kontakt zum Grundwasserhorizont abreißt. Damit ist aus dem Niedermoor ein Hochmoor geworden. Im Alpenraum nennt man es 'Filz'. Sein Charakteristikum ist der Bewuchs mit Latschen oder Spirken. Auch Birken und Kiefern können sich im Hochmoor ansiedeln.