© Naturpark Ammergauer Alpen e.V., Foto: Caspar Jobsky

Raufußhühner

Auerwild

© Nudelbraut

Sommer

Die stark gefährdeten Auerhühner stellen hohe Ansprüche an ihren Lebensraum und sind äußerst störempfindlich. Sie leben in relativ lichten, ruhigen, reich strukturierten Bergwäldern idealerweise mit vielen Beerensträuchern, die ihnen Nahrung und Deckung bieten. Besonders sensibel reagieren sie auf Störung am Balzplatz, den sie je nach Höhenlage von März bis Mai besuchen. Auch während der Brut- und Aufzuchtzeit, die bis Ende August dauert, stellen Wanderer und Hunde abseits von Wegen eine Gefahr für die Jungtiere dar.

Winter

Im Winter ernähren sie sich von Fichten-, Kiefern-, und Tannennadeln – eine sehr magere Kost. Um Energie zu sparen, bewegen sie sich so wenig wie möglich fort. Auerhühner reagieren sehr empfindlich auf menschliche Störungen. Da jedes Auffliegen wertvolle Energie kostet und so das Überleben der Tiere gefährdet, sollten Wintersportler im Wald unbedingt auf den empfohlenen Wegen bzw. Skitourenrouten bleiben.

Birkwild

© Naturpark Ammergauer Alpen e. V., Klaus Pukall

Sommer

Das störungsempfindliche Birkhuhn besiedelt die Ränder des Bergwaldes sowie die daran angrenzenden Latschenfelder und Offenflächen. Im Spätherbst und Frühjahr werben die Männchen in einer spektakulären Gruppenbalz um die Gunst der Weibchen. Um den Fortpflanzungserfolg der seltenen Vögel nicht zu gefährden, dürfen sie dabei nicht gestört werden. Im Sommer ziehen die Hennen ihre Jungen ganz ohne Mithilfe der Männchen im deckungsreichen Gelände oberhalb des Bergwaldes groß.

Winter

Birkhühner überstehen kalte Winternächte und frostige Mittagsstunden in Schneehöhlen. Für die Nahrungssuche bleiben ihnen nur die Morgen- und Abendstunden. Werden sie dabei gestört, verlieren sie viel Energie auf der Flucht. Auch das ohnehin knappe Zeitfenster auf der Suche nach Knospen und Trieben engt sich noch weiter ein. Wintersportler sollten deshalb frei geblasene Grate und aus dem Schnee ragende Grünerlen und Zwergsträucher meiden. Dies gilt insbesondere während der Dämmerungsstunden, selbst wenn sie als Skitourenrouten ausgewiesen sind.

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