Grundschule Bad Bayersoien ist jetzt „Naturpark-Schule“

In der Grundschule Bad Bayersoien wird in Zukunft das Klassenzimmer immer wieder in den Naturpark verlegt. 

Eine neue Plakette wird ab sofort den Eingangsbereich der Grundschule Bad Bayersoien schmücken, denn die Schule darf sich ab jetzt „Naturpark-Schule“ nennen. Sie ist die erste Naturpark-Schule im Naturpark Ammergauer Alpen, die dieses bundesweite Zertifikat vom Verband Deutscher Naturparke (VDN) erhält. Die Urkunde und die Plakette wurden am 21.07.2021 im Rahmen eines Festaktes mit Landrat Speer, Schulamtsdirektor Köpf, Bürgermeisterin Kieweg, Rektorin Weber und vielen weiteren Ehrengästen der Schule vom Naturparkvorsitzenden Rödl überreicht.

Ziel des Projektes ist der Aufbau einer festen, dauerhaften Zusammenarbeit zwischen Naturparken und Schulen, deren Rahmenbedingungen in einer Kooperationsvereinbarung festgelegt sind. Die Schulen gewährleisten, Naturpark- und Umweltthemen unter Berücksichtigung des Aspekts „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ regelmäßig im Unterricht zu verankern. Um die Naturparkthemen im Unterricht, angelehnt an den bayerischen Lehrplan, sinnvoll zu integrieren, arbeitet von schulischer Seite Barbara Kappelmeier, Fachberaterin für Umwelterziehung im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, im Projekt Naturparkschule mit. Diese Zusammenarbeit zwischen einer motivierten Lehrerin und dem Naturpark stellt die Grundlage für ein erfolgreiches Konzept dar. 

Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler für die Einzigartigkeit ihrer Heimat zu begeistern und die Themen Natur und Kultur nachhaltig und langfristig im Unterricht zu verankern. Über die gesamte Grundschulzeit können Wiese, Hecke, Wald, Wasser und Moor ideal im „Klassenzimmer Naturpark“ auf spannenden Exkursionen und mit Aktionen „zum Anfassen“ erkundet werden. Dabei begleiten neben den Rangern auch Experten wie Landwirte, Förster, Ornithologen oder Handwerker die Schulklassen und geben einen kindgerechten und erlebnisorientierten Einblick in ihr Fachgebiet. Auch direkte Auswirkungen des eigenen Konsumverhaltens und nachhaltige Handlungsmöglichkeiten im Alltag können in den drei bis vier Unterrichtseinheiten pro Schuljahr vermittelt werden. Die Schulkinder werden Botschaften zu relevanten Themen wie Nachhaltigkeit und Naturschutz an Eltern und Großeltern weitertragen und nehmen damit indirekt die Rolle von Multiplikatoren ein.

Das Konzept und die Kriterien für eine „Naturpark-Schule“ sind im Projekt „Netzwerk Naturpark-Schulen“ des VDN entstanden. Gefördert wurde das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). „Durch Erlebnisse in heimischen Feldern und Wäldern“ so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde, „können junge Menschen Kontakt zur Natur herstellen, heimische Tier- und Pflanzenarten kennen lernen, sich Wissen über ökologische und naturräumliche Zusammenhänge aneignen und motiviert werden, sich für den Schutz der Natur einzusetzen.“

Das Zertifikat „Naturpark-Schule“ ist für fünf Jahre gültig und kann dann nach dem fälligen Qualitätscheck entsprechend der VDN-Kriterien erneut vergeben werden.

 Kreisbote vom 02.08.2021  (pdf - 758,03 kB)