Wildes Campen im Naturpark

Wildes Campen in geschützten Biotopen und Natur- und Landschaftsschutzgebieten ist zum Schutz der Wildtiere verboten.

Wildes Campen im Naturpark Ammergauer Alpen
Wildes Campen im Naturpark Ammergauer Alpen - © Naturpark Ammergauer Alpen

Corona-Krise und Instagram wirken derzeit unheilvoll zusammen. „Fast täglich bekomme ich Hinweise, dass Leute auf den Berggipfeln des Ammergebirges wild campen“, so Klaus Pukall, Naturparkkoordinator. Die Campingplätze waren bis letzte Woche noch für Besucher mit Zelt gesperrt. Auf Instagram ist es inzwischen angesagt, sich selbst beim Übernachten in der freien Natur dazustellen.

Das Campen in freier Natur ist aber ohne Einwilligung des Grundeigentümers verboten. „Entscheidend sind die Auswirkungen auf die Natur – unsere Wildtiere wollen Ihren Lebensraum zumindest Abends und Nachts ungestört nutzen. Die Gratlagen sind das Wohn- und Schlafzimmer von Schnee- und Birkhuhn“, betont Pukall. Das Zelten oder Biwakieren in geschützten Biotopen und Natur- und Landschaftsschutzgebieten kann auch sehr teuer werden. Mehrere tausend Euro Strafe pro Person kann die Polizei hier verhängen.

Diese Strafe kommt nun auf eine Pfadfindergruppe aus dem Stuttgarter Raum zu, die ein Wochenende im Pürschlinggebiet verbrachte. Der zuständige Berufsjäger entdeckte die Gruppe, überzeugte die Jugendlichen sofort das Zelt abzubauen und übergab die Gruppe an die Polizei zur Personenfeststellung.